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Gitarre oder Ukulele? Welches ist das bessere Einsteigerinstrument?

Gitarren und Ukulelen sind eng miteinander verwandt. Es ist nicht ungewöhnlich als Gitarrist*in auch eine Ukulele zu besitzen. Viele entscheiden sich auch bei ihrem Einstieg in die Musikwelt für die Ukulele als die „simplere Variante“. Können Gitarrist*innen aber tatsächlich automatisch Ukulele spielen? Und ist die Ukulele wirklich das bessere Einstiegsinstrument?

Warum Ukulele?

Die Ukulele hat für Anfänger*innen einen entscheidenden Vorteil: Sie hat im Gegensatz zur Gitarre nur vier Saiten. Entsprechend sind die Akkorde wesentlich einfacher zu lernen. Meistens braucht man nur zwei bis drei Finger. Entsprechend ist man schon nach sehr kurzerZeit in der Lage, simple Lieder zu spielen. Die Stimmung einer Ukulele (g, c, e, a) ist an den unteren vier Saiten einer Gitarre angelehnt. So lassen sich die Akkorde mit ein paar leichten Tricks übertragen. Außerdem sind die Saiten einer Ukulele standardmäßig komplett aus Nylon, wodurch man sich den anfänglichen Fingerschmerz zumindest ein Stück weit erspart.

Warum Gitarre?

Das Problem an der Ukulele als Hauptinstrument ist, dass sie schnell an ihre Grenzen stößt. Solange es nur um Akkordfolgen, einfache Melodien und Lagerfeuerabende geht, wird eine gute Ukulele zwar ausreichen, wer aber wirklich Songs nachspielen will, der/die wird an einer Gitarre nicht vorbeikommen.

Dass eine Ukulele nur vier Saiten hat, wird ihr hier zum Verhängnis. Denn mit den sechs Saiten einer Gitarre (E, A, d, g, h, e‘) hat man schlicht eine viel größere Reichweite an Klängen. Die beiden Basssaiten, die hier dazukommen in Zusammenspiel mit der tieferen Stimmung sorgen für einen extrem vollen Sound. Viele Melodien und die Allermeisten Soli sind wegen des Fehlens dieser Reichweite auf Ukulele gar nicht spielbar. Wer Gitarrensongs auf Ukulele spielen will, sollte sich also immer bewusst sein, dass der Klang nie derselbe sein wird.

Wie ist der Übergang?

Zwar ist das Gitarrelernen leichter, wenn man schon mit den Ukulelen-Akkorden vertraut ist,trotzdem darf man nicht vergessen, dass die Gitarre ein wesentlich schwierigeres Instrumentist. Dass die Ukulelengriffe denen auf den hohen vier Saiten einer Gitarre entsprechen ist eine gute Hilfestellung. Trotzdem gibt es hier noch zwei weitere Saiten, die gegriffen werden wollen. Häufig muss man sich komplett andere Fingerstellungen aneignen. Andersherum ist es für Gitarrist*innen wesentlich einfacher Ukulele zu spielen. Die Griffe bleiben dieselben. Nur fallen zwei Saiten weg, was das Greifen noch etwas vereinfacht.

Fazit

Wer nur den eigenen Gesang begleiten oder für den Tag am See mit Freund*innen gerüstet sein will kann sich mit einer Ukulele in jedem Fall zufriedengeben. Der helle, weiche Klang und das Inselfeeling sind unnachahmlich und durch ihre Größe ist die Ukulele vor allem für unterwegs eine gute Wahl. Möchte man sich aber tiefer in Musikalische Gefilde wagen, ist die Gitarre, als vielseitige Variante, besser. Die Ukulele kann als softer Einstieg in die Gitarrenwelt zwar funktionieren, trotzdem ist der Wechsel nicht leicht. Als angehende*r Gitarrist*in ist es deshalb leichter, sich gleich am Anfang die Arbeit mit einer Gitarre zu machen und den Übergangsstress zu sparen