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Guitar Girls

Immer mehr Frauen* greifen zur Gitarre. Als Vorbilder aus Rock, Metal und Folk dienen diese vier Gitarristinnen – Sie beherrschen ihr Handwerk und sind ihren männlichen Kollegen in keiner Weise unterlegen.

Orianthi

Orianthi Panagaris ist eine australische Gitarristin. An Bekanntheit gewann die heute 36-Jährige durch Auftritte mit Alice Cooper und Santana. Auch für die finale Tour von Michael Jackson im Jahr 2009 war Orianthi vorgesehen. Mit sechs Jahren begann sie, auf der Akustikgitarre ihres Vaters zu spielen. Weniger Jahre später bemerkte sie allerdings, dass sie lieber E-Gitarre spielen möchte und bat ihre Eltern um eine 1980er Paul Reed Smith, kurz PRS, die sie noch heute besitzt und liebt. PRS ist Orianthis Lieblingsmarke, wenn es um Gitarren geht. „Letztendlich bietet mir meine PRS alles an Vielfalt, was ich brauche“, sagt sie in einem Interview mit Guitars Exchange. 2010 gab es sogar eine Kooperation zwischen Orianthi und PRS, weshalb die Hersteller die DISC PRS SE als Orianthi Signature Modell herausbrachten. Auf Fotos ist die Gitarristin meistens genau damit zu sehen.

Lita Ford

Bekannt wurde Lita Ford durch The Runaways, denen sie sich mit gerade mal 16 Jahren anschloss. Außerdem spielt sie Gitarre beim Northern Light Orchestra. Die Britin bekam ihre erste Gitarre zu Weihnachten, als sie elf war – Eine Plastikgitarre, speziell für Kinder, die zwölf Dollar gekostet hatte. Dennoch schaffte Lita Ford es, darauf ein Riff von Black Sabbath zu erlernen. Drei Jahre später kaufte sie sich eine Chocolate Gibson SG, die sie später auch bei The Runaways spielte. Sie war zunächst als Bassistin für die Band vorgesehen, wurde aufgrund ihres Talents allerdings zur Leadgitarristin.

Heute benennt die 62-Jährige eine 1980er B.C. Rich als ihr Lieblingsmodell. Ihre Warlock Widow, mit dem spinnenartigen Goth-Design macht Lita Ford auf der Bühne automatisch zur Metal-Heldin. Hinzu kommt bei einigen Auftritten eine B.C. Rich Bich Double Neck. Insgesamt spielt sie 15 verschiedene Gitarren, darunter auch akustische. Eine Taylor Gs8 sowie eine Ovation 12 String 1658 zählen dazu.

Elisabeth Lzzy Hale

Lzzy Hale ist die Frontfrau von Halestorm, einer Band die aus der heutigen Rock- und Metalszene nicht wegzudenken ist. Gemeinsam mit ihrem Bruder Arejay am Schlagzeug sowie Josh Smith am Bass und Joe Hottinger an einer weiteren Gitarre, steht Lzzy Hale als Sängerin und Gitarristin auf der Bühne. Mit Halestorm brachte sie bereits vier Studioalben sowie ein Live-Album heraus. 

Sie fing als kleines Kind an, Klavier zu spielen, wechselte dann aber zur E-Gitarre. Später kam auch Gesang hinzu. Lzzy Hale besitzt fast ausschließlich Gibson Gitarren, mit Ausnahme einer Fender Telecaster 72 Deluxe. Die Gibson Explorer gibt es als Signature Lzzy Hale extra für sie. Die schwarz-goldene Girarre wird seit 2018 in den USA hergetellt. 

Tracy Chapman

Bekannt wurde sie 1988 beim Konzert zum 70. Geburtstag von Nelson Mandela im Wembley Stadion London, wo sie nach ihrem eigenen Konzert noch Stevie Wonders Slot übernahm, da er absagen musste. Tracy Chapman kommt aus Ohio/USA und begeistert ihr Publikum mit Gesang und Gitarre. Die Singer-Songwriterin schrieb unter Anderem das bekannte Stück „Fast Car“, das die Jugend heute teilweise nur noch als Coverversion von Jonas Blue und Dakota kennt. Sie spielt hauptsächlich Akustikgitarre. Zuletzt sah man sieJudy Threet A Model auf der Bühne stehen. Früher eine Martin D-35, Baujahr 1967, die sie fast ein Jahrzehnt lang spielte. Für den Song „Give Me One Reason“ benutzt sie ihre einzige E-Gitarre: Eine Gibson ES-125. Vom Genre her ist ihre Musik zwischen klassischem Folk, Folk-Rock und Blues einzuordnen. Tracy Chapmans Songtexte sind stets sozialkritisch. Häufig geht es um Rassismus, da die Sängerin aufgrund ihrer schwarzen Hautfarbe selbst damit zu kämpfen hat. Außerdem widmet sie sich dem American Dream, der eher American Nightmare ist, und der Hoffnung auf ein besseres Leben. In Fast Car singt sie beispielsweise: „And I-I had a feeling that I belonged
I-I had a feeling I could be someone“.